"Wir bleiben standhaft beim Abschiebestopp"

Ministerpräsident Torsten Albig kam zum AWO-Bürgerdialog nach Lübeck

Lübeck. Die aktuelle Umfrage gibt ihm Recht: "Ich stehe weiterhin zum Abschiebestopp für Flüchtlinge aus Afghanistan", sagte Ministerpräsident Torsten Albig beim Bürgerdialog im AWO-Servicehaus in Lübeck. Insgesamt 60 Prozent der Bevölkerung Schleswig-Holsteins stehen in dieser Frage hinter ihm, unter den SPD-Anhängern sind es sogar 72 Prozent, laut der von Infratest dimap für den NDR erhobenen Umfrage vom 7. April. Wenn es nach dem 10. Mai, wenn der Abschiebestopp unwiderruflich ausläuft, keine Mehrheit für seine Position gebe, würde Albig notfalls auf Einzelfallprüfungen und somit individuelle Gründe gegen Abschiebungen zurückgreifen, unterstrich der SPD-Spitzenkandidat seine Argumentation. Der Landesvorsitzende der AWO Wolfgang Baasch hat den Ministerpräsidenten nach Lübeck eingeladen, um mit ihm die sozialpolitischen Forderungen der AWO an Thementischen zu diskutieren.

Kita3
Partizipation in den Kitas stärkt die Rechte der Kinder: Über ein sehr aktuelles Thema mit teilweise sogar unterhaltsamen Aspekten unterhielt sich der Ministerpräsident am Kita-Tisch mit Jutta Schümann (AWO Landesvorstand), Jessica Hector (Fachberatung Kita), SPD-Bürgerschaftsabgeordneter Kerstin Metzner, Michael Selck (AWO Geschäftsführer) und Melanie Meyser (Leitung Familienzentrums Drachennest III, von links). Fotos AWO

Zugang zum Gesundheitssystem für Migrant*innen verbessern

AWO Schleswig-Holstein startet neue Schulung für interkulturelle Gesundheitsmediator*innen

Kiel. Gesundheit ist mehr als eine Frage des Glücks, der Gene und des gesunden Essens. Sie ist für viele auch eine Frage der Möglichkeiten und des Zugangs zum Gesundheitssystem. Die AWO Schleswig-Holstein startete Anfang April als Kooperationspartner des Ethno-Medizinischen Zentrum e.V. eine neue Schulung für interkulturelle Gesundheitsmediator*innen in Schleswig-Holstein. "Es gibt verschiedene Gründe, warum Migrant*innen Gesundheitsversorgungsleistungen in Deutschland oft nicht wahrnehmen", sagt Anette Langner, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, bei der Begrüßung der neuen Teilnehmer*innen in Neumünster. "Fehlendes Wissen über die Funktionsweise des Systems und sprachliche Barrieren stellen die größten Hindernisse dar." Seit dem Jahr 2007 steht das MiMi-Projekt, "Mit Migranten für Migranten – interkulturelle Gesundheitsmediatoren in Schleswig-Holstein", für Gesundheitsförderung und Prävention.

Auftakt MiMi NMS

Wollen mehr Gesundheit für Migrant*innen ermöglichen:
(von links) Fatme Chakir, MiMi Koordinatorin der AWO aus Lübeck, Staatssekretärin Anette Langner, Meryem Kalyoncu, MiMi Koordinatorin AWO landesweit, Michael Kopel, Projektleiter Ethno-Medizinisches Zentrum, und Hatice Erdem, stellvertretende Leitung AWO Interkulturell.
Foto AWO

 

 MMS TEASER grau

 

Mitgliederbutton 21 09 2015

Postkarte Online-Ber  3  Vers Online Suchtberatung