Cricket kommt nach Preetz

Flüchtlinge bringen englischen Nationalsport nach Schleswig-Holstein

Preetz. Integration entscheidet sich – auch – auf dem Platz. In diesem Fall auf dem Cricketrasen, im Winter noch in der Halle: Sadeeq Shinway, Abdullah Ahmadzai, Abdulwase Haleem und Sadar Nasari sind vor zwei Jahren aus Afghanistan nach Deutschland geflohen. Sie vermissen viel mehr als nur den Sport mit dem seltsam aussehenden Schläger und dem roten Lederball der Commonwealth-Staaten, aber eine Cricket-Mannschaft zu gründen, war zumindest eine realistische Option für sie. Es gibt in Schleswig Holstein zwar in Pinneberg und in Husum Vereine, aber die Flüchtlinge haben nicht das Geld, um dahin fahren zu können.

Cricket Prof2

AWO Schleswig-Holstein bedauert Ablehnung humanitärer Visa durch EuGH

 

Berlin. Die Mitgliedstaaten der EU müssen in ihren Auslandsbotschaften keine Visa für Flüchtlinge ausstellen, damit diese in Europa Asyl beantragen können. Das hat der Europäische Gerichtshof heute in Luxemburg entschieden. „Humanitäre Visa hätten das große Sterben im Mittelmeer beenden können“, so AWO-Geschäftsführer Michael Selck. „Sie wären die wohl erfolgversprechendste Möglichkeit gewesen, den skrupellosen Schleuser- und Schlepperbanden das Handwerk zu legen.“ Die AWO bedauert, dass Flüchtlinge kein Anrecht auf ein „humanitäres Visum" bekommen haben, um in Europa Asyl zu beantragen. Damit sind sie nach wie vor von gefährlichen Fluchtrouten und anschließend von dem Willen der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten abhängig.

Mitgliederbutton 21 09 2015

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