AWO Schleswig-Holstein fordert eine weitere Förderung der Sprach-Kitas

Die Verhandlungen zur Finanzierung der Sprachkitas wurden abgebrochen. Bund und Land müssen Verantwortung übernehmen und eine Lösung finden.

Viele Kinder sind dringend auf eine individuelle Förderung angewiesen.

Kiel/Berlin, 20. Oktober 2022. Anlässlich der abgebrochenen Verhandlungen zur Finanzierung der Sprachkitas erklärt Michael Selck, Vorstandsvorsitzender der AWO-Schleswig-Holstein: „Bund und Land müssen gemeinsam Verantwortung für die notwendige Sprachförderung in den Einrichtungen übernehmen und aufhören mit dem Finger aufeinander zu zeigen. Dieses Gebaren ist aus unserer Sicht verantwortungslos. Beide Ebenen haben die Aufgabe, die miteinander gesetzten Bildungsziele einzuhalten und die Qualität in der frühkindlichen Bildung zu verbessern. Dabei kann es kein Entweder-Oder geben. Wir brauchen den Erhalt und die Erweiterung der Sprach-Kitas genauso wie mehr pädagogische Fachkräfte und bezahlbare Beiträge für die Eltern.“

Gesa Kitschke, Geschäftsführerin AWO Landesverband Schleswig-Holstein e.V. ergänzt: „Unser Kolleg*innen in den Einrichtungen kommen vor Ort an ihre Grenzen. Neben der schon hohen Belastung, müssen sich unsere Sprachkräfte nun noch Gedanken um ihren Arbeitsplatz machen. Wenn die Politik nicht zu einer baldigen Lösung kommt, werden viele Kinder nicht mehr so betreut und gefördert werden können wie sie es dringend benötigen. Die jüngste Studie zu den Grundschulkindern zeigt deutlich wie dringend der Handlungsbedarf - auch in den Kitas - ist. Es bedarf mehr gut ausgebildeter pädagogischer Fachkräfte in den Einrichtungen um den Kindern gerecht zu werden“