AWO Schleswig-Holstein will klimaneutral werden

Neue Klimaschutz-Koordinatorin Eva Flandermeier bringt im Rahmen des Projekts „Klimafreundlich pflegen“ den Klimaschutz in den AWO-Einrichtungen voran

Eva Flandermeier ist die neue Klimaschutz-Koordinatorin bei der AWO Schleswig-Holstein.

Kiel, 13.07.2021. Im Pariser Klimaschutzabkommen haben sich die Staatengemeinschaften darauf geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen. Längst ist belegt, dass der menschengemachte Klimawandel nicht nur für unsere Umwelt katastrophale Folgen hat, sondern auch großes menschliches Leid verursacht. Klimaschutz ist daher auch eine Frage der Humanität und erfordert aus Sicht der AWO Schleswig-Holstein Engagement auf allen Ebenen.

Die AWO will daher ihrer Verantwortung gerecht werden und auch in ihren Einrichtungen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit sorgen und klimaneutral werden. Im Rahmen des bundesweiten AWO-Projekts „Klimafreundlich pflegen – überall!“ hat daher im April die neue Klimaschutz-Koordinatorin Eva Flandermeier ihre Arbeit bei der AWO Schleswig-Holstein begonnen und kümmert sich schon jetzt um konkrete Maßnahmen.

Das Projekt wird durch die ‚Nationale Klimaschutzinitiative‘ des Bundesumweltministeriums gefördert. Hierbei stehen die Personalressourcen, Kampagnenarbeit, Kommunikationsmaterialien, Veranstaltungen sowie die Entwicklung von Schulungsangeboten im Fokus der Förderung. Am Projekt beteiligen sich bundesweit 90 stationäre Pflegeeinrichtungen. Neben den Kieler Servicehäusern, engagieren sich im Norden die Standorte Flensburg, Neumünster, Lauenburg, Husby, Mildstedt, Bremen und zwei Einrichtungen aus Nordwestmecklenburg.

Klimaschutz aktiv umsetzen und Verantwortung wahrnehmen

Der Vorstandsvorsitzende der AWO Schleswig-Holstein Michael Selck sagt dazu: „Der Klimawandel zeigt uns, dass soziale und ökologische Fragen eng miteinander verwoben sind. Aus dem Wertebekenntnis der AWO Schleswig-Holstein leitet sich eine entsprechende Verantwortung ab, den Klimaschutz in unseren Einrichtungen ernst zu nehmen und aktiv umzusetzen. Wir freuen uns, dass unsere neue Klimaschutz-Koordinatorin sich darum kümmert, die Einrichtungen auf den Weg in eine nachhaltige Zukunft zu begleiten und den Klimaschutz bei der AWO fest verankert.“

Das gesamte Projekt ist auf drei Jahre angelegt und in Folge des vom Bundesverband der AWO initiierten Vorgängerprojekts „Klimafreundlich pflegen“ entstanden. An diesem Projekt haben bereits im Jahr 2018 Einrichtungen der AWO Pflege Schleswig-Holstein teilgenommen und ihren aktuellen CO2-Ausstoß in gemeinsamen Workshops berechnet. Ziel ist es in einem zweiten Schritt den CO2-Ausstoß in den Pflegeeinrichtungen von zurzeit rund 7,5 Tonnen auf eine Tonne pro Bewohner*in zu senken. Große Stellschrauben, um den CO2-Ausstoß zu verringern, können einerseits die Energieversorgung, die Verpflegung, die Verringerung des Mülls oder Veränderungen bei der Mobilität.

„Mein Ziel ist es, für die Kolleg\innen vor Ort Ansprechpartnerin zu sein und ihnen dort Potenziale zur CO2-Einsparung aufzuzeigen, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht klar waren. Gemeinsam wollen wir es schaffen klimaneutral zu werden. Zunächst betrifft das die AWO Pflegeeinrichtungen, in Zukunft sollen aber alle Häuser der AWO berücksichtigt werden. Die Klimakrise ist schon heute spürbar und betrifft die Bewohner*innen als vulnerable Gruppe, aber auch die Pflegekräfte, die körperlich anstrengende Arbeit verrichten, besonders stark“, sagt die Klimaschutz-Koordinatorin der AWO Schleswig-Holstein, Eva Flandermeier.

Das Projekt will den Klimaschutz regional verankern. Hierfür werden bundesweit fünf Stellen für Klimaschutz-Koordinator*innen gefördert. Neben den konkreten Maßnahmen bieten sie in den Einrichtungen Workshops und Schulungen an, schlagen Investitionen vor und gehen auch in das Gespräch mit den Bewohner*innen und ihren Angehörigen. „Wir freuen uns, dass eine der fünf Klimaschutz-Koordinator*innen bei uns in Kiel sitzt. Denn fest steht: Wenn wir der Klimakrise noch etwas entgegensetzen wollen, dürfen wir keine Zeit mehr verlieren“, betont Selck.