Schule am Gehölz in Lunden für Deutschen Schulpreis nominiert

Buchprojekt unter dem Motto "Schulsozialarbeit auf Distanz" überzeugt die Jury

Das Projekt in der Übersicht präsentierten Schulleiterin Tina Jaster (r.o.), Lehrerin Linda Metzger und Schulsozialarbeiterin Britta Peters im Video.

Lunden, 5. März 2021 Die Grundschule am Gehölz in Lunden ist für den Deutschen Schulpreis nominiert. Mit einem Buchprojekt unter dem Motto "Schulsozialarbeit auf Distanz" in der Kategorie "Beziehungen wirksam gestalten" wurde die Jury überzeugt. Die Grundschule Lunden „Schule am Gehölz“ ist eine im ländlichen Schleswig-Holstein gelegene Grundschule, an der viele Kinder mit erhöhtem Unterstützungsbedarf lernen. Während des ersten Lockdowns bestand deshalb die besondere Herausforderung in der kontaktlosen Aufrechterhaltung der Schulsozialarbeit.

Kontaktlose Schulsozialarbeit mit Buchprojekt

Um den Kontakt trotz Corona zu den Schüler*innen nicht zu verlieren, entwarf die Schulsozialarbeiterin der AWO Schleswig-Holstein, Britta Peters, zusammen mit der Schule ein gemeinschaftliches Buchprojekt aus dem insgesamt drei Bücher und ein digitaler Raum entstanden sind. Es entstand eine Fortsetzungsgeschichte, die von den Kindern weiterentwickelt wurde und auf spielerische Weise auch wichtige Informationen zur Corona-Pandemie enthielt. Daraus entstand ein 80-seitiges Buch mit dem Titel „Lunnas magisches Abenteuer“. Hinzu kam der YouTube-Channel „Lunna Isi“, in der das Schulmaskottchen Lunna und der Igel Isi Beschäftigungstipps für zu Hause geben. Durch das Buchprojekt gelang es, die Kinder zwanglos zur Teilhabe anzuregen, das Lesen zu fördern und digitale Kompetenzen zu stärken. Zum Einsatz kam dabei die Schulplattform I-Serv, für die alle einen Account erhielten. Darüber hinaus hielt die Schule unter anderem über Einzelgespräche, Elternpost und Erklärvideos den Kontakt zur Schüler- und Elternschaft.

Die Grundschule möchte auch in Zukunft an diesem und anderen identitätsstiftenden Projekten festhalten. Die Verknüpfung von Schulsozialarbeit und Schule ist ein Paradebeispiel für andere Schulen, die ihren Sozialraum stärken und Kita-Kooperationen durch gezieltes Netzwerken fördern wollen.

18 Schulen sind im Finale

Insgesamt sind 18 Schulen im Finale des Deutschen Schulpreises. Je nach Projekt wurden die einzelnen Bewerbungen einem Thema zugeordnet. Die Grundschule am Gehölz in Luden ist mit zwei weiteren Schulen in der Kategorie "Beziehung wirksam gestalten" nominiert. Hierzu heißt es auf der Homepage des Deutschen Schulpreises: Erfolgreiches Lernen braucht gute pädagogische Beziehungen – umso mehr, wenn in der Corona-Krise die Schule als sozialer Raum und als Ort der Begegnung wegfällt. Viele Schulen zeigen, wie in der Pandemie die Resilienz der Schülerinnen und Schüler gestärkt und gute, vertrauensvolle Beziehungen zwischen Lernenden, Lehrkräften, Schulsozialarbeiter*innen und Eltern fortgeführt und ausgebaut werden können.

Wie es jetzt weitergeht

Im März folgen virtuelle Hospitationen an den nominierten Schulen. Dabei führen die Juror*innen Gespräche mit verschiedenen Vertreter*innen und der Schulgemeinschaft - darunter Schüler*innen, Eltern, Lehrkräfte und Kooperationspartner. Die Jury entscheidet in ihrer dritten und letzten Sitzung am 26. März, welche Schulen mit dem Deutschen Schulpreis 20|21 Spezial ausgezeichnet werden. Ab dem 22. März werden das Deutsche Schulportal und die Deutsche Schulakademie jedem der sieben Themen eine digitale Themenwoche widmen, die nominierten Schulen vorstellen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zu Wort kommen lassen.

Der Deutsche Schulpreis 20|21 Spezial steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Bei der Preisverleihung mit dem Bundespräsidenten am 10. Mai 2021 werden die Preisträger*innen in den sieben Themen mit Preisen in Höhe von jeweils 10.000 Euro ausgezeichnet. Nominierte Schulen, die nicht zu den Preisträger*innen gehören, erhalten einen Anerkennungspreis in Höhe von 5.000 Euro.