AWO Bildungscampus in Preetz feiert 30-jähriges Jubiläum

Preetz. Die ehemalige AWO Landesvorsitzende Hannelore Fojut, damals auch AWO Kreispräsidentin in Plön, sorgte im Jahr 1988 dafür, dass unter dem Sozialminister Herrn Janssen, Preetz als ein Standort für Altenpflege-Ausbildung angemeldet wurde. Im Jahr 1989 wurde schließlich in den Räumen des ehemaligen Schwesternwohnheimes des Kreiskrankenhauses das Bildungszentrum eröffnet. Das Ziel war eine beispiel- und modellhafte Altenpflegeausbildung darzustellen. Diesen 30-jährigen Erfolg feierte die AWO am Donnerstag gemeinsam mit dem stellvertretenden AWO Landesvorsitzenden Kai Bellstedt, Dr. Michael Hempel vom Sozialministerium, dem Bürgermeister von Preetz Björn Demmin, der Unternehmensbereichsleiterin des AWO Bildungscampus, Irmgard Stremlau, und weiteren Gästen in Preetz.

„Ich bin sehr froh darüber, dass sich unsere jetzige Ehrenvorsitzende Hannelore Fojut mit dieser Position damals als Landesvorsitzende durchsetzen konnte. Es war Frau Fojuts Verdienst, das in Preetz die Schule 1988 als Standort für die Altenpflege-Ausbildung angemeldet wurde. Die durchweg positive Entwicklung der Schule hat Frau Fojut Recht gegeben“, sagt der stellvertretende AWO Landesvorsitzende Kai Bellstedt.

Der AWO Bildungscampus mit den Standorten Lauenburg, Elmshorn und Preetz ist zu Jahresbeginn 2019 aus den drei ehemaligen Bildungszentren hervorgegangen. Heute befinden sich unter dem Dach des Unternehmensbereiches drei Pflegeschulen, die inner- und außerbetriebliche Fort- und Weiterbildung sowie die Abteilung Innovationen und Projekte. Die jährlich mehr als 1.700 Kund*innen der Fort- und Weiterbildungsangebote des AWO Bildungscampus kommen überwiegend aus dem Umfeld der Pflege, aber ebenso aus Kindertagesstätten, Verwaltungen oder anderen Unternehmensbereichen der AWO Schleswig-Holstein.

Neue Felder auch in Zukunft

Neben der Erschließung neuer Arbeitsfelder sind Strategien gegen den Fachkräftemangel in der Pflege und damit die Ausbildung von Pflegekräften sowie die Umsetzung des Pflegeberufegesetzes weiterhin Schwerpunktthemen am AWO Bildungscampus. Die Anzahl der Auszubildenden hat sich in den letzten Jahren mehrfach erhöht. Dazu gehört auch die Ausbildung mit modernster Technik, wie interaktiven Tafeln, Liftern oder die Roboter-Robbe Paro. Mit der aktiven Beteiligung zur Durchsetzung des Digitalpaktes auch für die Pflegeschulen in Schleswig-Holstein, bei der Verkürzungsmöglichkeit für Altenpflegehelfer*innen auch in 2020 oder der Ausgestaltung der Durchführungsvorschriften für den Pflegeberuf unterstützt und stärkt der AWO Bildungscampus das verbandspolitische Engagement der AWO Schleswig-Holstein. Angelehnt an das Zitat „Neue Zeiten bringen neue Ideen und machen neue Kräfte mobil“ der AWO-Gründerin Marie Juchacz, betont die Unternehmensbereichsleiterin Irmgard Stremlau:

„Die Digitalisierung wird die Bildungsangebote in Zukunft verändern. Wie, das wissen wir noch nicht, aber wenn es Zeit für neue Ideen ist, werden wir sie am AWO Bildungscampus umsetzen.“

Insbesondere mit EU-Mitteln geförderte Projekte haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass neben der Pflegeaus- und Weiterbildung die innerbetriebliche Personalentwicklung stärker in den Fokus gerückt ist. Mit den ESF-rückenwind- Projekten TAFF (Talente bei der AWO finden und fördern) sowie Q³ (Qualität³: Führung – Gesundheit – Teilhabe) wurden zudem neue Arbeitsbereiche erschlossen.

30 Jahre AWO Bildungscampus Preetz