Corona-Virus: Aktuelle Informationen zu Einschränkungen in Einrichtungen

Land verschärft Betretungsverbote in Pflegeeinrichtungen, Kliniken und Einrichtungen der Eingliederungshilfe

NEU Land verschärft Betretungs- und Besuchsverbot

Das Gesundheitsministerium hat am Dienstag (31.3.) einen restriktiveren Erlass zum Betretungs- und Besuchsverbot in Pflegeeinrichtungen, Kliniken und Einrichtungen der Eingliederungshilfe herausgegeben.

Das bestehende Verbot zur Beschränkung von Kontakten in den oben genannten Bereichen wird wie nachstehend neu gefasst:

Das Betreten von stationären Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe ist zu untersagen.

Von dem Betretungsverbot auszunehmen sind lediglich
a) Personen, die für die pflegerische, therapeutische oder medizinische Versorgung zwingend erforderlich sind;
b) Personen, die für die Aufrechterhaltung des Betriebes zwingend erforderlich sind, wie beispielsweise Handwerker für nicht aufschiebbare bauliche Maßnahmen am Gebäude sowie Reparaturen an Infrastruktureinrichtungen;
c) Personen, die Waren von Lieferanten an einen fest definierten Punkt in der Einrichtung übergeben.

Ausnahmen von dem Betretungsverbot dürfen die Einrichtungen nur nach strenger Prüfung im Einzelfall zulassen, sofern ein Besuch aus besonderen persönlichen Gründen unter Berücksichtigung des Schutzes der übrigen Mitpatienten*innen bzw. Bewohner*innen sowie der Mitarbeiter*innen und Mitarbeiter der jeweiligen Einrichtung dringend geboten oder medizinisch oder sozial-ethisch erforderlich ist.

Bei der Gewährung von Ausnahmen im Einzelfall sind folgende Vorgaben zu beachten:

Die Stadtteilcafés der AWO mit Kantinen oder Caféangeboten sowie andere der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtungen für Bewohner*innen und Besucher*innen werden vorübergehend geschlossen. Sämtliche öffentliche Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen, Informationsveranstaltungen sind abgesagt.

Die bisherige Formulierung des Erlasses beinhaltete eine Formulierung, die Angehörige 1 x täglich unter bestimmten Voraussetzungen den Besuch in Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe ermöglichte. Diese Regelung wurde jetzt aufgehoben.

Werkstätten für Menschen mit Behinderung

Zudem hat die Landeregierung Schleswig-Holstein beschlossen, Betretungsverbote für Werkstätten für Menschen mit Behinderung und Verbote für Angebote für diejenigen Menschen mit Behinderung zu erlassen,

Von diesem Betretungsverbot ausgenommen sind diejenigen Menschen mit Behinderung, die den Besuch der Werkstatt als eine tagesstrukturierende Maßnahme benötigen.

Kinderschutzzentrum Lübeck

Entsprechend des veröffentlichten Erlasses des Schleswig-Holsteinischen Gesundheitsministeriums, schließen das Kinderschutz-Zentrum Lübeck und die Frühe Hilfen Beratungsstellen vorrübergehend für Besucher*innen vorerst bis zum 19. April 2020. Eine telefonische Beratungsmöglichkeit wird aufrechterhalten. Wenden Sie sich gerne an   oder   oder an Tel. 0451 - 401230 für weitere Nachfragen.

Erziehungsberatungsstellen Kreis Pinneberg

Auch die Erziehungsberatungsstellen im Kreis Pinneberg sind vorerst bis zum 19.04.2020 für den Publikumsverkehr geschlossen. Telefonische Beratung ist weiterhin gewährleistet. Zudem besteht die Möglichkeit der Videoberatung. Entsprechende Termine können mit den einzelnen Erziehungsberatungsstellen individuell abgesprochen werden. Ausnahmen sind nach Absprache für Krisenintervention, Kinderschutzfälle und Anfragen an die Kinderschutzfachkräfte möglich. Wenden Sie sich hierfür gerne an Alexander Diekmann unter Tel. 04122 - 90 38 26 oder per E-Mail an  
Kiel. Hier finden Sie aktuelle Information zu den Auswirkungen auf die Angebote, Einrichtungen und Dienste der AWO Schleswig-Holstein durch die Verordnungen und Maßnahmen des Landes, um die Infektionskurve des Coronavirus abzuflachen. Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Die Landesregierung hat am Samstag (14. März 2020) ein Maßnahmenpaket gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Dieser Erlass gilt vorerst bis zum 19. April 2020. Für die Angebote, Einrichtungen und Dienste der AWO bedeutet das folgendes:

Kita- und Schulschließungen

Um die Infektionskette des Coronavirus weiter einzudämmen, hat die Landesregierung am 13. März 2020 entschieden, dass Schul- und Kitakinder ab Montag zu Hause bleiben sollen.

Von diesem Betretungsverbot ausgenommen sind diejenigen Schülerinnen und Schüler, die einen täglichen, hohen Pflege- und Betreuungsaufwand benötigen, dem im häuslichen Rahmen nicht entsprochen werden kann. Für diese Schülerinnen und Schüler wird ein schulischer Notbetrieb (Betreuung) auf Elternwunsch nach Entscheidung der Schulleitung sichergestellt.

NEU Elternbeiträge für April und Mai werden nicht abgebucht

Am Freitag (27. März 2020) wurde gemeinsam mit dem Land entschieden, dass die Standortkommunen auf die AWO als Träger zukommen, um mit uns die Erstattung der Elternbeiträge abzustimmen. Das bedeutet für die Eltern, dass im April und Mai keine Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung fällig werden. Somit folgen wir dem Wunsch der meisten Kommunen. Sollte sich nachträglich eine Kommune melden und eine andere Umsetzung wünschen, kommen wir individuell auf Sie zu.

Landesregierung verlängert Kindernotbetreuung

Das Landeskabinett hat heute (19. März) beschlossen, dass die Kindernotbetreuung in Kitas und Schulen fortgesetzt wird sowie Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz ermöglicht werden. Beides gilt vorerst bis zum 19. April 2020.

Die heute beschlossene Regelung, welche Eltern ihr Kind in die Notfallbetreuung geben dürfen, findet so auch Anwendung auf die Notfallbetreuung in den Schulen.

Das Infektionsrisiko sinkt je kleiner die Gruppen der Notbetreuung sind. An folgenden Punkten erfolgt eine Konkretisierung der Verfügung:

Notbetreuung ausschließlich in bereits bestehenden Einrichtungen

Kindertagespflege weiterhin von dem Betretungsverbot ausnehmen aber konkretisieren

Ausnahmeregelung für Beschäftigte im Bereich der medizinischen-pflegerischen Versorgung

Die Bereiche sind abschließend definiert:

Ausnahme des Betretungsverbots für Kinder, die aus Kindeswohlgründen eine Kita besuchen (Jugendamtszuständigkeit)

Ausnahmen von bestimmten Beschränkungen des Arbeitszeitgesetzes

Das Kabinett auch dem Vorschlag von Gesundheitsminister zugestimmt, Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz zuzulassen. So trägt die Landesregierung dazu bei, dass die Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung stehen, die zur Bewältigung der Pandemie sowie für das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger benötigt werden.

Die Ausnahmemöglichkeiten werden über eine Allgemeinverfügung der Staatlichen Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord (StAUK) im Zeitpunkt der Bekanntgabe (Veröffentlichung im Internet) in Kraft gesetzt. Sie gelten ausschließlich für die darin genannten Bereiche. Die Allgemeinverfügung gilt bis zum 19.04.2020.

50 Millionen Euro für die Erstattung von Kita-Gebühren

Die Kommunen sollen mit 50 Millionen Euro aus dem Corona- Soforthilfeprogramm unterstützt werden, damit Eltern landesweit die Kita-Beiträge für zwei Monate zurückerstattet werden können. Das haben heute (21. März 2020) die Koalitionsfraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP gemeinsam mit der SPD-Fraktion und dem SSW im Landtag anlässlich einer Kabinettssitzung beschlossen. Demnach sollen die CDU-Fraktion Beiträge für die Ü3- und die U3-Betreuung von den Kommunen erstattet werden.

Bei weiteren Fragen rund um die AWO Kitas wenden Sie sich gerne an info@awo-sh.de. Unten haben Sie die Möglichkeit die Information für die Eltern der AWO-Kitas herunterzuladen. Hier finden Sie alle Informationen zu den Kita- und Schulschließungen, die wir fortlaufend aktualisieren.

Sprachkurse und Migrationsberatungen

Alle Sprachkurse der AWO Schleswig-Holstein werden ab Montag, den 16. März 2020, pausiert. Die Teilnehmenden werden persönlich über das weitere Vorgehen informiert, sobald dieses endgültig geklärt ist.

Die Migrationsberatungen finden weiter statt, allerdings mit Einschränkungen. Beratungen erfolgen nach Termin, per Telefon oder E-Mail.

Informationen zum Corona-Virus findet Sie auch in unterschiedlichen Sprachen: Auf Arabisch, Englisch, Persisch, Französisch, Pashtu.

Beratungsangebote

Die Beratungsstellen der AWO Schleswig-Holstein sind vorerst bis zum 19. April 2020 für Besucher*innen geschlossen. Eine telefonische Beratungsmöglichkeit wird aufrechterhalten. Entsprechende Termine können mit den einzelnen Beratungsstellen individuell abgesprochen werden. Ausnahmen können nach Absprache für Krisenintervention ermöglicht werden.

Betretungsverbote für Reiserückkehrer

Für alle öffentlichen Einrichtungen der AWO Schleswig-Holstein gilt nach Beschluss der Landesregierung ein Zutrittsverbot für Reiserückkehrer aus Risikogebieten und allen besonders betroffenen Gebieten laut Robert-Koch-Institut (RKI) für 14 Tage.

Für Reiserückkehrer aus allen alpinen Skigebieten ist gleiches Verhalten dringend zu empfehlen. Hier finden Sie die vom RKI klassifizierten Risikogebiete.

Schließungen der AWO Mutter-Kind-Kuren

Die Einrichtungen für Mutter-Kind-Kuren werden, gemäß der Erlasse des Landes Schleswig-Holstein, zum Schutz der Bevölkerung vorübergehend geschlossen.
Dies betrifft sowohl das Louise-Schroeder-Haus in Keitum als auch das Gertrud-Völcker-Haus der AWO in Kellenhusen.

Zu der für die Zeit vom 21.4.- 12. 5. geplanten Kur und der derzeitigen Situation in unseren Mutter - Kind - Kurhäusern in Kellenhusen und Keitum können wir folgendes sagen: Die beiden vorangegangenen Kuren mussten aufgrund von Entscheidungen der Behörden vorzeitig beendet bzw. konnten gar nicht begonnen werden. Das ausgesprochene Verbot zur Durchführung unseres Betriebes besteht fort, zunächst bis zum 19.4.2020.
Ob es zu einer nochmaligen Verlängerung kommt, ist offen.

Welche Entscheidungen von Bund und Ländern für die Wiederaufnahme des Kurbetriebes in unseren Häusern in Kellenhusen und Keitum bis dahin getroffen werden, können wir nur abwarten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist daher eine zuverlässige Aussage von unserer Seite zu der ab 21.4. geplanten Kur nicht möglich. Wir werden aber alle angemeldeten Familien über die weitere Entwicklung umgehend informieren, sobald uns verbindliche Aussagen vorliegen.

"Wir bedauern diese besonderen Umstände und wissen, dass dies für Sie, genau wie für die Mitarbeiter*innen eine schwierige Situation ist, die wir aber in Zeiten der Corona - Krise mit vielen Unternehmen und Betrieben gemeinsam durchstehen müssen", sagt die Leiterin der Mutter-Kind-Klinmiken Gabriele Bossmann

Bei Interesse auf einen Nachrückerplatz senden Sie uns bitte den ausgefüllten Meldebogen zu mit den für Sie passenden zeitlichen Angaben.

Hier finden Sie den Meldebogen für Anfragen.

Derzeit sind wir bis in den Herbst fest ausgebucht.

Absage von öffentlichen Veranstaltungen

Laut Beschluss der Landesregierungen werden alle öffentlichen Veranstaltungen in Schleswig-Holstein abgesagt, dies gilt auch auf für die Veranstaltungen der AWO Schleswig-Holstein und ihrer Dienste.

Das schließt grundsätzlich auch Verbote für Versammlungen unter freiem Himmel wie Demonstrationen ein, die nach Durchführung einer individuellen Verhältnismäßigkeitsprüfung zugelassen werden können.

Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge zu dienen bestimmt sind oder der Versorgung der Bevölkerung dienen (z.B. Wochenmärkte).