Mehr Barrierefreiheit, mehr Teilhabe und viel mehr Möglichkeiten für Begegnungen: Der Steindammpark in Elmshorn soll bald zu einem Ort werden, der ALLEN Menschen offensteht – unabhängig von Alter und individuellen Einschränkungen. Gemeinsam mit dem Inklusionsnetzwerk PI.Rat, das von der AWO Schleswig-Holstein, dem Kreis Pinneberg und der Stiftung Lebenshilfe Südholstein initiiert wurde, gestaltet die Stadt Elmshorn den Park nach und nach inklusiver. Mit rund 457.000 Euro fördert das Land Schleswig-Holstein nun die Umgestaltung des Parks und ebnet damit den Weg zum „Steindammpark für ALLE“.
Als öffentliche Orte sind Parks noch längst nicht für alle Menschen zugänglich. Spielplätze, die auch Kinder mit Behinderungen nutzen können oder gut befahrbare Wege für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen fehlen oftmals.
So wird der Steindammpark inklusiver
Auf dem rund 13 Hektar großen Steindammpark sollen die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Menschen nun berücksichtigtwerden. Geplant sind neben barrierefreien Wegen auch eine bessere Orientierung durch Leitelemente sowie eine neue, insektenfreundliche Beleuchtung, die zur Sicherheit beitragen soll. Auch beim Spiel und Sporttreiben soll Inklusion zur Selbstverständlichkeit werden; so erhält beispielsweise die Skateranlage eine neue Beleuchtung und eine verbesserte barrierefreie Zuwegung, während der Spielplatz mit einem integrativen Sandkasten, einem bodengleichen Karussell und einer Nestschaukel ausgestattet wird. So können möglichst viele Kinder gemeinsam spielen.
Doch nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene wird etwas geboten. Sechs inklusive Fitnessgeräte sollen Bewegung für alle unterschiedlichen Fähigkeiten und Altersgruppen ermöglichen. Das Angebot umfasst außerdem barrierefreie Sitzplätze nahe bestehenden Bänken sowie eine neue barrierefreie WC-Anlage. Hier geht es nicht einfach um bauliche Maßnahmen, sondern um den Gedanken, dass ein öffentlicher Ort von allen Menschen genutzt werden kann – ganz selbstverständlich.
Gemeinsam für ALLE!
Dass dieses Vorhaben nun Realität werden kann, ist auch das Ergebnis einer Zusammenarbeit verschiedener Bereiche. Die Stadt Elmshorn arbeitet dabei eng mit dem Inklusionsnetzwerk PI.Rat, das Menschen aus Politik, Zivilgesellschaft, Verwaltung, Selbstvertretung und verschiedenen sozialen Bereichen zusammenbringt. „Bei einem solchen Projekt müssen die Perspektiven und Anforderungen aller Akteure berücksichtigt werden“, betont Oberbürgermeister Erik Sachse. Und auch Baustadtrat Marius Munk sieht in dem Projekt die Möglichkeit, „groß zu denken“ und den Steindammpark so zu gestalten, dass wirklich alle Menschen ihn nutzen können. Inklusion soll nicht nachträglich ergänzt, sondern von Anfang an in die Gestaltung eines öffentlichen Ortes einfließen.
Jetzt wird es konkret
Mit der Förderzusage des Landes Schleswig-Holstein ist nun ein wichtiger Schritt geschafft: 457.444,88 Euro aus dem Fonds für Barrierefreiheit fließen in das Projekt. Unterstützt wird das Vorhaben zudem von der Bürgerstiftung der VR Bank in Holstein, die 10.000 Euro für die inklusiven Fitnessgeräte zur Verfügung stellt. Insgesamt werden für die Umsetzung voraussichtlich 653.492,69 Euro benötigt.
Noch in diesem Jahr sollen die ersten Maßnahmen umgesetzt werden, wie etwa der erste Bauabschnitt der neuen Beleuchtung und die Erneuerung des Bodenbelags der Skateranlage. So wird sich der Steindammpark also Schritt für Schritt verändern. Optisch wird vielleicht nicht jede Veränderung neu aussehen, doch für viele Menschen werden sie einen großen Unterschied machen.
Ein inklusiver Park ist nämlich nicht nur ein Park mit barrierefreien Wegen, sondern ein Ort, an dem alle willkommen sind und alle dazugehören.
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