Hintergrundinfos und Tipps rund um die Corona-Pandemie

Nützliches für den Alltag mit vielen neuen Herausforderungen

Auf dieser Seite stellen wir für Sie immer neue Hintergrundinformationen und Tipps zusammen, mit denen der Umgang mit den alltäglichen Beschränkungen ein wenig leichter fallen kann.

Die AWO näht Atemmasken – nähen Sie mit!

Derzeit ist es eine kaum zu bewältigende Herausforderung, den ehren- und hauptamtlich Tätigen in den stationären AWO Einrichtungen ausreichend Atemmasken zur Verfügung zu stellen. Um diese Herausforderung zu bewältigen, brauchen wir jede Hilfe!

Schon 1919 traten Männer und Frauen in der AWO zusammen, etablierten Nähstuben und Kleiderkammern und fingen an, Sozialgeschichte zu schreiben. Heute haben wir die Chance, diese Wurzeln neu aufleben zu lassen: Wir bitten diejenigen von Euch, denen es möglich ist, Behelfs-Atemmasken für unsere AWO Einrichtungen in Schleswig-Holstein zu nähen. Wir freuen uns über jede einzelne Maske! Falls Ihr nicht nähen könnt, so freuen wir uns auch über Spenden von Stoff und Gummibändern!

Genähte Masken können per Post an die AWO Landesgeschäftsstelle, Sibeliusweg 4, 24109 Kiel geschickt werden. Eine Nähanleitung und weitere Informationen stellen wir Euch hier zur Verfügung.

Achtung: Die Behelfs-Atemmaske entspricht nicht dem genormten Mund-Nasen-Schutz und dient daher nur als Hilfsmittel!

Selbstgemachte Behelfs-Atemmasken
Mundschutz selbstgemacht.jpg


Kontakt und Abwechslung trotz Besuchsverbot

Ihr möchtet unseren Senior*innen in den Einrichtungen der AWO Pflege eine Freude machen? Damit auch in Zeiten von Corona der Kontakt zu Familie und Freunden möglich ist, werden ausrangierte Tablets und Seniorentelefone benötigt. Eine weitere Möglichkeit, enschen eine Freude zu machen, sind Briefe, Postkarten oder selbstgemalte Bilder.
Wie kann ich spenden? Wendet euch entweder direkt an eure AWO Einrichtung vor Ort oder schreibt uns an  .


Soforthilfe von Aktion Mensch

Die Aktion Mensch startet für Menschen in Notlagen ein Corona-Soforthilfeprogramm in Höhe von 20 Mio. Euro. Dazu gehören z.B. Menschen mit Behinderung, deren Pflege- und Assistenzkräfte ausfallen, aber auch sozial schlechter gestellte Menschen, die durch die zunehmende Schließung von Lebensmittelhilfen oder anderen Einrichtungen nicht mehr mit Lebensmitteln versorgt werden können. Die Hilfen sind in 2 Kategorien eingeteilt:

Die Soforthilfe „Assistenz und Begleitung“ deckt ab:

Die Soforthilfe „Lebensmittelversorgung“ deckt ab:

So funktioniert die Antragsstellung:

Einfach im digitalen Antragssystem der Aktion Mensch den Schnell-Check zur Förderfähigkeit Eurer Gliederung, Einrichtung oder Organisation durchführen, Antrag digital stellen, absenden und auf die Bewilligung warten.


#Risikogruppe

Risikogruppe – derzeit hört man dieses Wort im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus sehr häufig, doch wer gehört da eigentlich dazu?
Aktivist*innen, Studierende, Musiker*innen, Journalist*innen, Autor*innen, Sportler*innen? Unter gewissen Umständen ja. Der Inklusions-Aktivist Raul Krauthausen ist jung und gehört trotzdem zur Risikogruppe, weil er eine Behinderung hat. Er versucht, der Risikogruppe ein Gesicht zu geben und mahnt damit uns alle, nicht leichtsinnig zu sein, sondern Verantwortung für alle Mitmenschen zu zeigen und darum einfach mal zu Hause zu bleiben.
Auf unserer Facebookseite ist mehr dazu zu finden.


Hilfen für Familien: Der Notfall-Kinderzuschlag ist da!

Die Ausbreitung des Corona-Virus stellt viele Familien vor große organisatorische und finanzielle Probleme. Um Eltern und ihre Kinder in der jetzigen Zeit zu unterstützen, hat das Bundesfamilienministerium als Teil des Sozialschutz-Paketes den Notfall-Kinderzuschlag (KiZ) ins Leben gerufen. Berechnungsgrundlage für den Notfall-KiZ ist der letzte Monat vor der Antragsstellung. Der KiZ ist eine Leistung für Eltern, die zwar für sich selbst genug verdienen, deren Einkommen aber nicht oder nur knapp für ihre gesamte Familie reicht. Die Familien werden mit bis zu 185 Euro pro Kind monatlich unterstützt, damit die Kinder besser gefördert werden und Kinderarmut vermieden wird. Der Online-Antragsassistent soll die Antragsstellung möglicht einfach machen.


Corona-Rettungsschirm nun auch für die freie Wohlfahrtspflege

Gerade arbeiten die Bundesregierung, der Bundestag und der Bundesrat an einem umfangreichen Corona-Rettungsschirm, um die Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt abzufedern. Bisher war dieser nur für die freie Wirtschaft vorgesehen, aber nun hat u.a. die Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände (BAGFW) erreicht, dass nun auch der gemeinnützige Sektor unter diesen Schutz gestellt wird.

Dies ist besonders wichtig, da gemeinnützige Einrichtungen, soziale Dienste und Hilfsangebote keine großen Rücklagen bilden dürfen und ihre wirtschaftliche Existenz dadurch schnell stark bedroht sein kann. Dabei bilden die rund 2 Mio. Mitarbeitenden in der Freien Wohlfahrtspflege das Rückgrat des Sozialstaats. Aktuell arbeiten sie bspw. im Gesundheits- und Pflegebereich unmittelbar im Kampf gegen das Corona-Virus. Diese Arbeit wird dringend gebraucht und muss in der Krise gesichert sein!

Sozialschutz-Paket für Bürger*innen

Das Sozialschutz-Paket soll noch in dieser Woche durch Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden und soll die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für Bürger*innen dämpfen. Einen Überblick zu den Hilfsangeboten und Fördermaßnahmen für Unternehmen, Angestellte und Solo-Selbstständige aktualisiert die Bundesregierung fortlaufend und stellt diesen hier zur Verfügung.


Solidarität statt Hamstern!

Die Ausbreitung des Corona-Virus stellt uns vor ungeahnte Herausforderungen. Damit diese Krise soziale Ungerechtigkeiten nicht noch weiter verschärft, ist es wichtiger denn je, solidarisch zu sein! Viele von uns bemühen sich, zu helfen und unterstützen Menschen in der Nachbarschaft. Doch leider gibt es auch viele, die gerade anderen Menschen schaden, z.B. durch Hamsterkäufe.

Hamsterkäufe von Mengen an z.B. Toilettenpapier, Nudeln oder Mehl, die weit über den Eigenbedarf hinausgehen, können sich nicht alle Menschen leisten. Menschen mit geringem Einkommen sind darauf angewiesen, dass auch für sie in der jetzigen Situation noch etwas in den Regalen stehen bleibt!
Verkäufer*innen schadet das Hamstern ebenfalls. Wer in diesen Tagen an einer Kasse im Supermarkt sitzt oder leergeräumte Regale auffüllt, leistet einen enormen Dienst für uns alle und bringt sich damit täglich selbst in die Gefahr einer Ansteckung. Diesen Menschen gebührt unser Dank! Derzeit werden sie jedoch angesichts leerer Regale häufig Opfer des ungezähmten Zorns von Kund*innen.

Vorratshaltung ist durchaus sinnvoll, gerade für Menschen, die besonders geschützt werden müssen. Doch zu hamstern, als würde es nie wieder etwas geben, ist zutiefst unsolidarisch. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist gesichert, die Lieferketten sind intakt. Fallen Sie nicht auf Falschmeldungen herein! Infektionsschutz ist keine Frage von Angst, sondern von Solidarität! Denken Sie an Ihre Mitmenschen!


Warnung: Kriminelle finden immer neue Betrugsmaschen

Angesichts des Coronavirus ist die Verunsicherung der Menschen groß. Dies nutzen Kriminelle bundesweit mit neuen Maschen aus, vor denen wir Sie warnen möchten:


Nicht für jede*n ist Zuhause ein sicherer Ort

Durch die Beschränkungen des öffentlichen Lebens verlagert sich ein Großteil des Alltags in die eigenen vier Wände. Dies gilt leider auch für häusliche Probleme und Gewalt. So ist für viele Frauen und Kinder das eigene Zuhause keineswegs ein sicherer Ort; in Frauenhäusern nimmt der Bedarf an Plätzen seit Beginn der Corona-Pandemie zu. Verbände befürchten einen Anstieg der häuslichen Gewalt vor allem gegen Kinder und Frauen und bitten Nachbarn und Bezugspersonen um besondere Aufmerksamkeit.
Hier stellen wir die wichtigsten Nummern von Kummer- und Hilfstelefonen zur Verfügung, bitte helfen auch Sie dabei, diese Nummern bekannter zu machen!

Die wichtigsten Telefonnummern bei Problemen zuhause
Wichtige Telefonnummern bei Problemen zuhause