Gesundheit & Gewaltschutz

Das Projekt MiMi ("Mit Migrant*innen für Migrant*innen“) bietet mehrsprachige und kultursensible Gesundheitsförderung und Gewaltprävention für Migrant*innen, die in Schleswig-Holstein leben. Dazu werden engagierte Migrant*innen als interkulturelle Mediator*innen geschult.

Das Gesundheitsprojekt „MiMi“

Das MiMi-Gesundheitsprojekt Schleswig-Holstein startete im April 2007. Die ausgewählten Standorte sind die AWO IntegrationsCenter Kiel-West und Neumünster sowie das Gesundheitsamt Lübeck. „MiMi“ bietet mehrsprachige und kultursensible Gesundheitsförderung und Prävention für Migrant*innen, die in Schleswig-Holstein leben. Dazu werden engagierte Migrant*innen als interkulturelle Gesundheitslots*innen geschult, um anschließend ihre Landsleute in der jeweiligen Muttersprache über das deutsche Gesundheitssystem und zu Themen der Gesundheitsförderung und Prävention zu informieren. Mit dieser Unterstützung und der Akteure des Gesundheitswesens sollen die Migrant*innen ihre Gesundheit künftig selbst in die Hand nehmen!

Sprachen
Arabisch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Persisch, Serbisch, Türkisch, Polnisch, Vietnamesisch, Bosnisch, Kroatisch, Französisch, Russisch, Albanisch, Kurdisch, Griechisch

Bausteine

• Schulung von Gesundheitslots*innen
• Schulungen der interkulturellen Gesundheitslots*innen
• Gesundheitswegweiser Schleswig-Holstein
• Erstellung eines mehrsprachigen Gesundheitswegweisers

Die geschulten Gesundheitslots*innen führen eigenständig mehrsprachige Informationsveranstaltungen zu ausgewählten Themen in den Lebenswelten der Migrant*innen durch. Das gesamte Projekt wird mit Hilfe von Fragebögen, Interviews sowie regelmäßig stattfindenden Projektkonferenzen ausgewertet.

MiMi-Gewaltprävention

Gewalt ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen und Kinder. Geflüchtete Frauen und Mädchen sowie Migrantinnen sind hiervon in besonderer Weise betroffen. Mit der steigenden Zahl geflüchteter Frauen und Mädchen in Deutschland nehmen auch die Berichte über sexuelle und gewalttätige Übergriffe auf diese Gruppe zu. Die Betroffenen sind oftmals nicht ausreichend über ihre Rechte und Unterstützungsmöglichkeiten informiert.

MiMi-Gewaltprävention setzt sich dafür ein, dass jede Frau und jedes Mädchen in Deutschland den gleichen Zugang zu Schutz und allen Angeboten erhält, um ihr Leben selbstbestimmt und gewaltfrei gestalten zu können – unabhängig von sprachlichen oder kulturellen Barrieren. Dafür werden wie im Gesundheitsprojekt MiMi-Mediatorinnen für Gewaltprävention geschult, die ihr Wissen anschließend kultur-, sprach- und geschlechtssensibel an andere Migrantinnen weitergeben. Informationsveranstaltungen und -materialien können derzeit in Arabisch, Dari, Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Paschto, Kurdisch/Kurmanci, Türkisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch und Russisch angeboten werden und erreichen damit die Mehrzahl der Geflüchteten und Migrantinnen in Deutschland.

Das bundesweite Projekt „MiMi-Gewaltprävention für geflüchtete Frauen, Kinder und Migrantinnen“ ist ein Projekt des Ethno-Medizinischen Zentrums e.V. in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen (DHBW). Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration fördert das Projekt. Der AWO Landesverband Schleswig-Holstein e.V. hat 2018 auch die Koordination für MiMi-Gewaltprävention in Schleswig-Holstein übernommen.

Medibüro

Das Medi-Büro der AWO vermittelt in der Stadt Neumünster medizinische Beratung und Erstversorgung für Menschen ohne Krankenversicherungsschutz und ohne Papiere. Die Erstversorgung, Beratung und Vermittlung an Fachärzte ist kostenlos und vertraulich. Soweit möglich sind die von uns vermittelten Behandlungen ebenfalls kostenlos.

In folgenden Sprachen ist eine Verständigung in der Regel möglich:
Deutsch, Englisch, Türkisch

Öffnungszeiten des Medibüros
Jeden Mittwoch von 15 – 17 Uhr
AWO Integrationscenter Neumünster
Göbenplatz 2
24534 Neumünster