Wir demonstrieren!
08. Oktober 2026
10:30 Uhr
Rathausplatz Kiel
Deshalb zieht es uns auf die Straße
Demokratie bedeutet weit mehr, als alle paar Jahre ein Kreuz auf dem Stimmzettel zu setzen. Demokratie lebt - davon, dass Menschen sich füreinander einsetzen, Verantwortung übernehmen und sich aktiv engagieren. Eine gelebte Demokratie zeigt sich aber nur dort, wo Menschen spüren, dass sie gesehen und respektiert werden. Täglich tragen die Wohlfahrtsverbände dazu bei, dass unsere demokratische Gesellschaft funktioniert. Die Mitarbeiter*innen schaffen Teilhabe und stärken das gesellschaftliche Miteinander in zahlreichen sozialen Einrichtungen.
Durch Fachkräftemangel, steigende soziale Belastungen und notwendige Reformen geraten genau diese Orte jedoch zunehmend unter Druck. Während bei Unterhaltsvorschuss, Elterngeld und Wohngeld der Rotstift angesetzt wird und Integrationskurse und Demokratieförderung zurückgefahren werden, nehmen Rassismus und Chancenungleichheit täglich zu. Wer heute an Prävention und Teilhabe spart, bezahlt morgen mehrfach – durch psychische Erkrankungen ohne Unterstützung, zunehmende Armut ohne Perspektive und den Zerfall des Vertrauens in unsere Gesellschaft und ihre Institutionen.
Deshalb geht es um mehr als Reformen - es geht um die Frage, ob wir als Gesellschaft Verantwortung für unsere Mitglieder übernehmen.
Jetzt gemeinsam handeln
Die freie Wohlfahrtspflege und ihre Partner*innen zeigen gemeinsam ein klares Signal: Wir dulden keine Sparmaßnahmen auf den Rücken der Schwächsten, sondern stehen für eine Gesellschaft ein, die investiert - in Prävention, Bildung, psychische Gesundheit, Sicherheit im Alter und Chancengerechtigkeit für junge Menschen. Soziale Arbeit ist keine freiwillige Leistung oder ein Kostenfaktor, sondern eine Investition in unsere Demokratie.
Und auch in Schleswig-Holstein werden Wohlfahrtsverbände, ihre Mitarbeitenden und Klient*innen zunehmend von populistischen und extremistischen Kräften angegriffen. Dass Anfeindungen und Beleidigungen zur neuen Normalität werden, lassen wir nicht zu!
Demokratie braucht Menschen, die Haltung zeigen. Deshalb laden wir Vereine, Initiativen, Gewerkschaften, Sportvereine, Kulturträger, Unternehmen und alle demokratischen Kräfte ein, gemeinsam mit uns auf die Straße zu gehen - und fordern euch alle auf, mit uns für eine offene, solidarische und demokratische Gesellschaft einzustehen!
Initiator*innen