„Beat It“ – Festival 2018

Rund 180 Besucher*innen setzen ein deutliches Zeichen
Festival gegen Rassismus, Faschismus und Sexismus in der Alten Meierei in Kiel: Veranstalter*innen zufrieden - Einnahmen gehen an Organisation „Sea Watch

GrafitiWSKiel. Ein Zeichen gegen Rassismus, Faschismus und Sexismus setzten – das war ein Ziel des „Beat-it“-Festivals 2018 am vergangenen Samstag in der Alten Meierei in Kiel. Die Organisator*innen ziehen eine positive Bilanz. „Wir blicken auf ein erfolgreiches 'Beat it' Festival zurück“, sagt Nathalie Kegel von den Falken Schleswig-Holstein. „Durch die rund 180 Besucherinnen und Besucher bei den Konzerten sind nach bisherigem Stand rund 600 Euro zusammen gekommen, die wir an die Organisation „Sea Watch“ übergeben werden.“



Zwar hätten die Workshops am Nachmittag besser besucht sein können, so Kegel. Vielen potenziellen Festivalgästen sei aber die am selben Tag stattfindende Demonstration gegen den Nazi-Treffpunkt in Neumünster auch ein Anliegen gewesen. Dementsprechend schickte das Festival ein Grußwort an die Demonstrationsteilnehmer*innen nach Neumünster. Die Workshops fanden trotzdem Anklang und machten den Teilnehmer*innen viel Spaß. Vor allem der Graffiti Workshop war bei den jüngeren Gästen sehr beliebt. Die 13-jährige Ayleen fand es besonders toll, „sich beim Sprayen austoben zu können“.

Auch die AWO steuerte einen Workshop zu ‚Rechtsrock und Nationalismus im Pop‘ mit dem „Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Kiel“ bei. „Es ist ein großes Engagement von Jugendlichen, ein Festival gegen Rechtsextremismus und Rassismus weitestgehend selbst zu organisieren.  Das ist in heutigen Zeiten nicht positiv genug zu bewerten“, sagt der Leiter der Beratungsteams, Torsten Nagel. Abgerundet wurde der inhaltliche Teil durch den Vortrag der Politologin Sandra Hammamby zur aktuellen Situation von „Sea Watch“ und der zivilen Seenotrettung im Mittelmeer. Die sehr erschreckenden Berichte aus erster Hand, bestärkten die Organisator*innen in ihrem Engagement.

Musikalisch konnten am Abend die unterschiedlichsten Geschmäcker im Engagement gegen Rassismus, Faschismus und Sexismus zusammengebracht werden. James Last (HL) und No Sugar (Kiel) betonten bei ihren Auftritten die Inhalte des Festivals. Auch No War (Kiel) fand passende Worte gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft. LPP143 (Kiel) brachte mit seinen antisexistischen Punchlines Hip-Hop auf die Spur und in den Kontext des Festivals. Mit Keele (Hamburg) wurde der Abend abgerundet. „Wir bedanken uns bei allen die geholfen haben und hoffen in 2019 mit ähnlichen Aktionen anknüpfen zu können, um so dem Rassismus am rechten Rand und in der Mitte der Gesellschaft entgegenzutreten“, sagt Nathalie Kegel.

Bei Rückfragen / Anfragen wenden Sie sich bitte an folgende Kontakte:

Nathalie Kegel: Tel. 0157/51201536, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Torsten Nagel, Leiter RBT: E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Link zu Facebook