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Kinder- und Jugendbeirat besucht AWO-Demokratie-Kita "Zwergenland"


Partizipation im frühen Kindesalter zahlt sich für das spätere politische Engagement aus: Das wurde bei dem Besuch des neuen Kinder- und Jugendbeirates der Stadt Neumünster im Kita-Parlament "Hoher Rat" der AWO-Demokratie-Kita "Zwergenland"  am Donnerstag deutlich.

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Fotos: AWO Schleswig-Holstein


Früher Kita-Kind im "Zwergenland" jetzt im Kinder- und Jugendbeirat

Kemal Magarali – früher Kita-Kind im "Zwergenland", heute Mitglied im Kinder- und Jugendbeirat der Stadt – erinnert sich noch, wie sehr ihn die Zeit in der Kita für sein jetziges Engagement geprägt hat: "Schon damals haben wir hier in der Kindertagesstätte mitbestimmt und durften unsere Meinung zu unterschiedlichen Themen als Kinder äußern. In der Zeit habe ich hier viel gelernt", sagt der 15-Jährige. Mit seiner Teilnahme beim Kinder- und Jugendbeirat hofft er, "dafür zu sorgen, dass die Stadt Neumünster wieder mehr für die Jugend zu bieten hat und das Stadtbild insgesamt schöner wird."

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Seit Anfang Mai hat die Stadt Neumünster einen eigenen Kinder- und Jugendbeirat. Die sieben Vertreterinnen und acht Vertreter zwischen 12 und 18 Jahren müssen zu allen Belangen der Kinder und Jugendlichen in Neumünster gehört werden. "Wir sind richtig stolz, dass der erste offizielle "Dienstbesuch" des Kinder- und Jugendbeirates unserem vergleichbaren Gremium – dem "Hohen Rat" - gilt", sagt Kita-Leiterin Elisabeth Dannenmann.


Bei den Kleinen ist es wie bei den Großen

So trafen bei der Sitzung des Kita-Parlaments am Donnerstag Nachwuchs-Politiker auf Nachwuchs-Politiker und dabei standen große Entscheidungen an. Schließlich muss so kurz vor der Sommerschließzeit noch das alljährliche Schlaffest geplant werden. Was wollen die Kinder essen und welchen Film wollen sie da sehen? Zwölf gewählte Vertreter*innen aus vier Kita-Gruppen stimmten darüber gemeinsam ab.

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Aber auch bei den Kleinen ist es manchmal wie in der großen Politik: Es findet sich nicht immer eine klare Mehrheit und diesmal haben zwei Filme die gleiche Anzahl an Stimmen. "Die Entscheidung geben wir noch einmal in die einzelnen Kita-Gruppen, da finden wir heute keine Einigung", erklärt Erzieher Carsten Gutschmidt. Beim Essen konnten sich die Kinder wesentlicher schneller einigen: eine klare Mehrheit möchte Pfannkuchen statt Abendbrot oder Currywurst.

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Beim späteren Austausch mit dem Kinder- und Jugendbeirat stand vor allem die Partizipation an Schulen im Fokus. "Es ist wichtig, dass hier die Partizipation der Kinder fortgesetzt wird. Vielleicht kann sich der Kinder- und Jugendbeirat dafür stark machen", so Elisabeth Dannenmann.

Die AWO-Kita "Zwergenland" ist eine Demokratie-Kita der ersten Stunde und praktiziert Partizipation als erste Einrichtung bundesweit mit einer Verfassung nach der "Kinderstube der Demokratie" seit 2005.

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