Donnerstag, 12 April 2018 13:49

Innenstaatssekretär Torsten Geerdts besucht AWO-IntegrationsCenter in Neumünster

Eine neue Sprache, eine neue Umgebung, eine neue Kultur, ein neuer Job: Menschen, die voller Hoffnung und mit einer großen Portion Mut ihre Heimat verlassen haben, stehen vor großen Herausforderungen. Mit Sprachkursen, Migrationsberatung oder der sozialen Betreuung von Asylsuchenden hilft die AWO Schleswig-Holstein in ihren IntegrationsCentern Migranten*innen und Geflüchteten diese Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Für diese Arbeit der AWO gab es am Mittwoch Lob von Innenstaatssekretär Torsten Geerdts, der sich im IntergrationsCenter in Neumünster ein Bild von den täglichen Aufgaben der Kollegen*innen machte.

Torsten Geerdts Neumuenster



„Hilfe aus einer Hand, unter einem Dach, bei einem Verband“, sagte Geerdts zu dem Konzept und begrüßte dabei auch das Medibüro, das eine Anlaufstelle für die medizinische Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherung und Papiere ist. „Staatliche Hilfen, gesetzliche Regelungen und finanzielle Unterstützungen sind die Voraussetzung für eine gelingende Integration. Ob sie tatsächlich aber erfolgreich sein wird, das zeigt sich natürlich erst in der Praxis. Und dabei sind Einrichtungen, wie das AWO-IntegrationsCenter und das Forum der Vielfalt einfach unverzichtbar. Hier vor Ort findet die Integration statt und hier vor Ort wissen die Verantwortlichen, worauf es in ihrer Stadt und ihrer Gemeinde ankommt bei der Integrationsarbeit“, erklärte Geerdts.

Im IntegrationsCenter der AWO in Neumünster betreuten zwölf Kollegen*innen im vergangenen Jahr etwa 600 Menschen. Ein wichtiges Thema bei dem Besuch war auch das geplante Integrations- und Teilhabegesetz für Schleswig-Holstein. Ende Januar gab es in Kiel die offizielle Auftaktveranstaltung für seine Ausarbeitung.

„Wir freuen uns über das offenkundige Interesse von Torsten Geerdts an unserem Konzept der AWO IntegrationsCenter. Hier in Neumünster wird vielfältige, qualifizierte und individuelle Integrationsarbeit geleistet. Von dieser professionellen und engagierten Integrationsarbeit können das Land und die Gesellschaft nur profitieren. Einwanderung und Zuzug sind eine große Chance für Schleswig-Holstein“, sagt AWO-Landesgeschäftsführer Michael Selck.

Zusammenarbeit und Vernetzung im Mittelpunkt

In den IntegrationsCentern der AWO Schleswig-Holstein ist es ein vorrangiges Ziel Integrations- und Teilhabemöglichkeiten von Zuwanderern durch Beratung, Bildung und interkulturelle Projekte zu verbessern. Um hier in Schleswig-Holstein ein neues und sichereres Leben aufzubauen, brauchen die Migranten*innen und Geflüchteten eine Stelle, an die sie sich mit ihren Fragen wenden können und qualifizierte Hilfe bekommen. „Migranten, Migrantinnen und Geflüchtete müssen bei den Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt sein.  Integration ist aber kein Selbstläufer. Sie braucht motivierte und engagierte Menschen auf beiden Seiten und die Möglichkeit aktiv partizipieren zu können“, sagt Michael Selck.

Das Angebot des IntegrationsCenters in Neumünster ist für die AWO Schleswig-Holstein ein wichtiger Teil einer ständig weiter zu entwickelnden sozialen Infrastruktur.

Dabei stehen die Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Personen und Institutionen, die Nutzung von Synergien und die Förderung von Gemeinschaft im Mittelpunkt. Im Fokus der Sozialen Arbeit steht dabei, dass die Migranten*innen und Geflüchteten direkt an der Umsetzung beteiligt werden und nicht bloße Konsumenten bleiben. Die Entwicklung der Arbeitsfelder von AWO Interkulturell soll garantieren, dass Migranten*innen an allen Angeboten gleichberechtigt partizipieren.
 
Für die AWO Schleswig-Holstein geht es bei der Integrationsarbeit verstärkt darum, die Lebenswelten der Migranten*innen und Geflüchteten zu verstehen und bei Sorgen und Problemen gemeinsam mit den Betroffenen Lösungsmodelle zu entwickeln. Das Nebeneinander, das Miteinander und das Ineinandergreifen der unterschiedlichen Angebote sind ein entscheidendes Merkmal der Arbeit im IntegrationsCenter und machen das Besondere und auch das Zukunftsweisende für die AWO aus.