Außergewöhnliche Einblicke in die Politik

Mentoring-Programm der AWO Schleswig-Holstein bringt Migranten*innen, Geflüchtete und Kommunalpolitiker*innen im Projekt "Landgewinn" zusammen

Husum. Partizipation und Teilhabegerechtigkeit sind Markenzeichen der AWO Schleswig-Holstein und die Grundlage für eine gesunde und funktionierende Demokratie. Um auch Migranten*innen und Geflüchteten im ländlichen Raum die Möglichkeit zu geben, am politischen System in Schleswig-Holstein teilzuhaben, startet die AWO Schleswig-Holstein am Montag, dem 19. März 2018, bei einer feierlichen Auftaktveranstaltung mit Innenstaatssekretär Torsten Geerdts, dem  stellvertretenden Landrat des Kreises Nordfriesland, Carsten F. Sörensen, und dem Leiter von AWO-Interkulturell, Michael Treiber, ein Mentoring-Programm im Rahmen des Partizipationsprojekts "Landgewinn".

13 3 2018 zu Einladung

Foto: pixabay, hfr

 

"Ziel der AWO Schleswig-Holstein ist es, Zugewanderte dabei zu unterstützen, sich selbstständig und aktiv in gesellschaftliche und politische Beteiligungsprozesse einzubringen", sagt AWO-Interkulturell-Leiter Michael Treiber. Um dies zu erreichen, hat die AWO das Mentoring-Programm ins Leben gerufen, das eine viermonatige Partnerschaft zwischen Migrant*in und Kommunalpolitiker*in vorsieht. Während dieser Zeit bringen die Kommunalpolitiker*innen den teilnehmenden Migranten*innen ganz individuell ihren politischen Alltag näher.

Unter der Schirmherrschaft des schleswig-holsteinischen Innenministers Hans-Joachim Grote stellt das Mentoring-Programm eine zentrale Methodik dar, in deren Rahmen Migranten*innen zivilgesellschaftliche Strukturen in ihrem Umfeld kennenlernen, einen Überblick über die Arbeit von Vereinen, Organisationen und politischen Parteien in ihrer Region erhalten und in Kontakt mit den Akteuren*innen dieser Institutionen kommen. Außerdem werden Begleitseminare für die Teilnehmer*innen des Mentoring-Programms veranstaltet, in denen sie mehr Wissen über das politische System Deutschlands sowie über das Zusammenleben und die politische Teilhabe in einer Demokratie erlangen.

Kaum Projekte im ländlichen Raum
Der Innovationsgehalt von "Landgewinn" ist hierbei die Konzentration auf die ländlichen Räume. Während bezüglich des Empowerments von Migranten*innen im Rahmen der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe in urbanen Räumen Modellprojekte existieren, ist das Thema in ländlichen Räumen nur marginal behandelt worden. Die AWO Schleswig-Holstein will das durch dieses Projekt ändern und auch Zugewanderten im ländlichen Raum Möglichkeiten der politischen Partizipation aufzeigen. Weitere Informationen finden Sie hier.

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