Über 1000 Kindertagesplätze in Gefahr

Stadt Pinneberg verwehrt den Trägern seit Jahren eine kostendeckende Finanzierung

Pinneberg. Die AWO sowie die drei anderen Träger sind ratlos, die Stadt schweigt. „Wir haben im Dezember das letzte Mal mit den Vertreter*innen der Stadt zusammengesessen“, sagt Gesa Kitschke, Leiterin des Unternehmensbereiches Kindertagesbetreuung bei der AWO Schleswig-Holstein. „Wir haben Briefe geschrieben und Fristen gesetzt, die Stadt Pinneberg reagiert nicht, aber die Kosten laufen weiter, obwohl es bei uns allen schon lange kein Geld mehr gibt.“ Wenn die Stadt Pinneberg ihrem kommunalen Versorgungsauftrag nicht bald gerecht werde und die Finanzierung der Kindertagesstätten auskömmlich gestalte, würden Ende des Jahres die ersten Kita- und Krippenplätze in Pinneberg wegfallen. Betroffen sind 1000 der 1800 Plätze in Einrichtungen des evangelisch-lutherischen Kita-Werkes, der AWO Schleswig-Holstein gGmbH, der Kita Waldstrasse sowie die katholische Kindertagesstätte St. Michael.