AWO-Mentoring Programm: Die letzte Runde ist nun eingeläutet

Das erste Treffen, der erste Eindruck ist immer ein aufregender Moment. Nicht anders ging es den Teilnehmenden der Auftaktveranstaltung des Mentoring-Programms des Projekts „Servicestelle für Partizipationsgremien für Migrantinnen und Migranten“ an diesem Mittwoch in Kiel. Zum fünften und somit vorerst letzten Mal fanden sich Politikerinnen und Politiker mit interessierten Migrantinnen und Migranten zu Mentoring-Paaren im Rahmen des vom Innenministerium Schleswig-Holsteins geförderten Projekts zusammen.

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Ghait Ayoub Agha, Tobias Loose (CDU), Mohammad Said Omar, Günsel Ayan (IG Metall), Naseh Hassanian, Matthias Treu (SPD), Helma Böhmer (Bündnis 90/GRÜNEN), Lasse Petersdotter (Bündnis 90/GRÜNEN), Theresa Leinkauf (FDP), Hovik Martyrosian, Violetta Seelig-Kiss (Projektmitarbeiterin), Matthias Bruhn (SPD), Jamshid Bilalzai.Das Bild ist von Violette Seelig-Kiss.

 „Das Programm ermöglicht es den Menschen einen Blick in die Praxis der Politik zu werfen sowie in den politischen Begleitseminaren ein fundiertes Wissen über das politische System in Deutschland mit seinen Grundwerten, Grundrechten und Möglichkeiten der individuellen Teilhabe aufzubauen“, sagt Violetta Seelig-Kiss, Projektmitarbeiterin der Servicestelle.
Michael Treiber, Leiter des Unternehmensbereichs AWO Interkulturell beim schleswig-holsteinischen Landesverband, der die Teilnehmenden zu Beginn begrüßte, hofft auch diesmal „wie bei den vergangenen Jahren, auf überwiegend positive Erfahrungsberichte“ und ist überzeugt, dass die kommenden Monate, allen viele Eindrücke und Erlebnisse bescheren werden.

Politiker unterschiedlicher Parteien sind dabei

Auch dieses Mal konnten wieder Politiker*innen aus unterschiedlichen Parteien für die Rolle der Mentor*innen gewonnen werden: Tobias Loose (CDU), Aminata Touré und Lasse Petersdotter (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Serpil Midyatli (SPD) und Theresa Leinkauf (FDP). Insgesamt 17 Mentor*innen und 19 Mentees nehmen in der zweiten Runden von September bis Februar am Mentoring-Programm der Servicestelle für Partizipationsgremien der AWO teil. Mentees sind Personen mit Migrationshintergrund, die gute Deutschkenntnisse besitzen und mindestens 18 Jahre alt sind.

„Gerne einen Platz in der Partei finden“

Ein halbes Jahr lang begleiten nun die Menschen mit Migrationsgeschichte „ihre“ Politikerinnen und Politiker, die auf der Kommunal- und Landesebene aktiv sind. Said Omar, der mit dem Kieler SPD-Kommunalwahlkandidaten Matthias Treu den Wahlkampf und die Kieler Politik kennenlernen wird, kennt bereits jetzt sein Ziel: „Am Ende des Mentorings möchte ich gerne meinen Platz in der Partei finden.“
Violetta Seelig-Kiss, die mit ihrer Kollegin Toska Jakob zusammen diesen Blick über den Tellerrand für die Migrantinnen und Migranten möglich macht, betont: „Es ist toll, wie schnell alle miteinander ins Gespräch kommen, denn das ist unser Ziel. Wir möchten Menschen verbinden, die über den gemeinsamen Austausch neue Perspektiven gewinnen können.“


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