"Die AWO ist und bleibt ein starker und verlässlicher Partner"

25 Jahre AWO Servicehaus Norderstedt - Oberbürgermeisterin lobt Zusammenarbeit

16 1 2018 AWO Eingang Foto Melanie Hanzelmann

Von einer Idee zum Erfolgskonzept: Vor 25 Jahren entschied sich die AWO Schleswig-Holstein im Herzen von Norderstedt das erste Servicehaus der Stadt zu eröffnen. Gemeinsam mit Norderstedts Stadtpräsidentin Kathrin Oehme, Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder sowie AWO-Geschäftsführer Michael Selck und der AWO- Servicehaus-Leiterin Angela Forray-Freudenberg wurde am Freitag der Erfolg der vergangenen 25 Jahre geehrt und gefeiert.
 
Michael Selck, Geschäftsführer der AWO Schleswig-Holstein, lobte die Entwicklung in Norderstedt. "Der 25. Geburtstag des Servicehaus Norderstedt beweist eines ganz sicher: Die Idee der AWO Servicehäuser hat sich bewährt und wird auch in Zukunft noch vielen Menschen ein Leben geprägt von Selbstbestimmtheit, Partizipation und Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen." Norderstedts Oberbürgermeisterin Roeder unterstrich die gute Zusammenarbeit zwischen der AWO und der Stadt: "Die Arbeiterwohlfahrt Norderstedt ist und bleibt ein starker und verlässlicher Partner unserer Stadt."
 
Die Geschichte des Servicehauses Norderstedt begann im Jahr 1992 mit dem Einzug der ersten Mieter*innen. An den Grenzen der Hansestadt Hamburg finden sich dort bis heute ein ambulanter Pflegedienst, die stationäre Wohnpflege und 75 Wohnungen mit Service unter einem Dach.

 16 1 2018 AWO Gruppenbild
Foto Melanie Hanzelmann

"Durch das Wohnen in der Gruppe bieten wir ein Leben in der Gemeinschaft, aber gleichzeitig auch Raum für Rückzug und Ruhe in den eigenen vier Wänden. Ziel unserer Servicehäuser ist es, die Lebensqualität der Menschen zu sichern – in Norderstedt gelingt das seit 25 Jahren sehr gut", sagt AWO Schleswig-Holstein Geschäftsführer Michael Selck.

Im AWO Servicehaus Norderstedt können die Mieter*innen - bis ins hohe Alter - ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden führen. Gleichzeitig bietet das AWO-Servicehaus 24 Stunden täglich Hilfe und Betreuung in Notsituationen an und sorgt für die Sicherheit der Bewohner – ein Angebot, das es vor der Eröffnung des Hauses in ganz Norderstedt noch nicht gab. Zu Beginn bestand das Team der damaligen Leitung des Hauses aus vier Krankenschwestern, zwei Nachtwachen, drei Pflegehelferinnen und zwei Köchinnen. Mittlerweile beschäftig das AWO-Servicehaus Norderstedt etwa 40 Personen in der Pflege, der Hauswirtschaft, Betreuung und Verwaltung. Außerdem engagieren sich rund 20 Ehrenamtliche vor Ort.

Für Oberbürgermeisterin Roeder sind die Vorteile des Servicehaus-Konzepts ‚Wohnen bis zum Lebensende‘ klar: "Den Menschen im Alter ein so weit wie möglich selbst bestimmtes Leben in Würde und nach besten pflegerischen und medizinischen Maßstäben zu bieten, das war und ist die Grundidee, die hinter den AWO-Servicehäusern steckt. Und das ist doch auch, was wir alle uns für unser Leben im Alter wünschen."


Ein neues Zuhause seit 25 Jahren: "Ich habe es keinen Tag bereut"
Ester Berzups war die erste Mieterin im AWO-Servicehaus Norderstedt – Ein Rückblick

Norderstedt. Das AWO-Servicehaus in Norderstedt feierte am vergangenen Freitag sein 25-jähriges Bestehen. Für Mieterin Ester Berzups war dieses Jubiläum auch ein persönliches. Sie kennt das Haus vom ersten Tag an.

Frau Berzups, wie kamen Sie zum AWO-Servicehaus in Norderstedt?

"Meine Eltern waren beide gestorben und ich war allein in unserem Haus, welches wir 1950 nach unserer Vertreibung aus Pommern mit viel Mühe hier in Garstedt, heute Norderstedt, gebaut hatten. Meine Kinder waren inzwischen erwachsen und selbständig. Ich hatte vor, das Haus zu verkaufen und nur eine kleine Wohnung zu mieten. Auf einem Spaziergang kam ich beim Bau einer neuen Wohnanlage vorbei. Auf einem Schild wurde angekündigt, dass hier ein Haus für Senioren gebaut wird. Ich meldete mich daraufhin bei der Wohnungsbaugesellschaft und bei der Gemeinde und bekam die Zusage, dort eine Wohnung zu erhalten. Ich konnte mir sogar die Lage aussuchen."

Wie haben Sie sich auf den Umzug vorbereitet?

"Es gab natürlich noch viel zu tun bis zum Einzug, Haus und Möbel verkaufen, neue Möbel anschaffen, Umzug organisieren und vieles mehr. Im Herbst 1992 war es dann soweit. Am 15. September habe ich den Mietvertrag unterschrieben und konnte noch am selben Tag als erste Bewohnerin einziehen. Das ist jetzt 25 Jahre her und ich habe es keinen Tag bereut."

Was hat sich in den vergangenen 25 Jahren im AWO-Servicehaus Norderstedt verändert?

"Zu Anfang gab es natürlich nicht so viele Freizeit-Angebote wie heute, denn dies war meines Wissens das erste Haus für Betreutes Wohnen in Norderstedt. Inzwischen hat sich viel geändert, doch nur zum Guten. Es gibt viele Angebote für Freizeit, Ausflüge und Feste und auch gute Gespräche. Alle meine Fragen und Wünsche kann ich jederzeit anbringen und sie werden so weit wie möglich berücksichtigt. Auch dass in diesem Haus direkt eine Pflegeabteilung angegliedert ist und man in einem Pflegefall nicht mehr umziehen muss, finde ich sehr gut und beruhigend."


Was sagt Ihre Familie zu Ihrer Wohnung im AWO-Servicehaus?

"Meine Kinder sind froh, dass ich hier gut betreut werde, wenn mir mal etwas passiert, was auch schon der Fall war. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Helfern, Pflegekräften, der Leitung, überhaupt dem ganzen Personal, für alle Aufmerksamkeiten und Fürsorge bedanken."

Vielen Dank für das Gespräch, Frau Berzups.

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