Gestrickte Lebensfreude

AWO Schleswig-Holstein feiert zehn Jahre Servicehaus Fruerlund

Kiel. Zur offiziellen Eröffnung 2007 haben einige Mieter*innen ihre Türen für interessierte Besucher*innen geöffnet: In einer Wohnung gaben sich an diesem Tag 48 Personen die Klinke in die Hand. Die Wohnungen waren schließlich schon lange vor der Eröffnung alle vergeben. „Das Konzept der Servicehäuser ist zwar alles andere als neu“, sagt AWO-Geschäftsführer Michael Selck, „aber es war damals vor 40 Jahren, als die AWO Schleswig-Holstein es entwickelt hat, revolutionär.“ Und es sei offensichtlich immer noch topaktuell. Das dritte Flensburger Servicehaus der AWO Schleswig-Holstein feiert nun sein zehnjähriges Bestehen.

2017 09 21 10 Jahre SHF

Feierten gemeinsam: Rainer Mühe (Leiter der Flensburger Servicehäuser), Einrichtungsleiterin Sandra Neubert, AWO-Geschäftsführer Michael Selck, Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar und SBV-Vorsitzender Jürgen Möller. Foto Dewanger

Selbstbestimmtes Leben im Alter

Alter und Krankheit dürfen kein Leben in Abhängigkeit bedeuten. Im Gegenteil: „Älteren Menschen ist es wichtig, selbstbestimmt leben zu können“, so Selck, „Wohnen in der Gruppe bedeutet Leben in der Gemeinschaft, aber auch Raum für Rückzug und Ruhe in den eigenen vier Wänden.“ Ziel der Arbeit ist es, die Lebensqualität der Menschen zu sichern und dabei nicht nur die Pflege, sondern die gesamte Lebenswelt von älteren Menschen im Blick zu haben. Dazu gehört im Fall des Hauses in Fruerlund neben Tanzen, Singen und Musizieren auch das Stricken: 2014 erhielt man den Innovationspreis für „Grenzüberschreitendes Stricken“. Gemeinsam mit dem Flensburger Künstler Gerd G. M. Brockmann und anderen Strickwilligen aus Dänemark wurden Skulpturen geschaffen, die in einer dänischen Galerie ausgestellt worden sind.

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Link zum Servicehaus