„AWO ist eine Lebenseinstellung“

Verbandsreferent Uwe Frensel verabschiedet sich in den Ruhestand

Lauenburg. Mehr als vier Jahrzehnte ist er bereits für die AWO aktiv und vor allem im Kreis Herzogtum Lauenburg aus der Verbandsarbeit nicht mehr wegzudenken: Uwe Frensel engagiert sich seit 1973 ehrenamtlich für die Arbeiterwohlfahrt in Schleswig-Holstein – anfangs als Betreuer, später als Leiter des AWO Ferienwerks Lauenburg und der internationalen Jugendbegegnungen. Mit der Anstellung als Geschäftsführer des AWO Kreisverbandes Lauenburg machte Frensel seine Leidenschaft schließlich auch zum Beruf. Seit 2005 steht er als Verbandsreferent anderen Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite.

Uwe Frensel

Keine AWO ohne Uwe: Der gelernte Bibliothekar und Sozialpädagoge ist seit dem 1. Mai 1973 von der AWO im Kreis Herzogtum Lauenburg nicht mehr wegzudenken. Heute ist sein letzter Tag im Hauptamt. Foto AWO

Warum hast du begonnen, Dich bei der AWO ehrenamtlich zu engagieren?
Die Tochter des damaligen AWO-Vorsitzenden hatte es mir angetan. Da sie beim Jugendwerk aktiv war, lag es nahe, sich dort ebenfalls zu engagieren.

Was fällt Dir spontan ein, wenn Du an deine Zeit bei der AWO denkst?
Gemeinsam haben wir Vieles auf den Weg gebracht, wir haben Fußstapfen hinterlassen, die noch da sein werden, wenn wir Geschichte sind. Je schwerer die Aufgaben waren, umso mehr hat es uns zusammengeschweißt. Ich war vielleicht der Ideengeber, aber auch immer und besonders Teil der Gemeinschaft Gleichgesinnter vor Ort.

Was hast Du am Anfang über die AWO gedacht, und was denkst Du heute?
Das gute Miteinander und die gelebte Gemeinschaft waren für mich toll. In den vielen Jahren hat sich nichts geändert – ich mag einfach gerne mit Menschen agieren, die die gleichen Ziele verfolgen wie ich. Deshalb ist AWO kein Job, sondern eine Lebenseinstellung für mich!

Du bist immer in Action und wirst Dich sicher nicht ganz zur Ruhe setzen?
Ich bin Vater einer schwerbehinderten Tochter und somit dafür verantwortlich, dass ihr weiteres Leben gut verlaufen kann. Vielleicht engagiere mich beim Lebenshilfewerk – mit meiner Erfahrung und meinen Kontakten können wir sicher Einiges erreichen. Also: Es war eine schöne Zeit im Hauptamt – das Ehrenamt ist noch lange nicht vorbei!

Was würdest Du jungen Menschen heute mit auf den Weg geben?
Engagement für die Schwachen der Gesellschaft ist nicht nur christliches Handeln, sondern sollte gelebt werden. Lasst Worten unbedingt Taten folgen!