Weites Herz – Klarer Horizont: "Rüm hart – Klaar kiming"

AWO Schleswig-Holstein beteiligt sich an dem Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe"

Kiel. "Ausländer*innen nehmen uns die Jobs weg": Menschenfeindliche Äußerungen wie diese werden nicht nur in Deutschland zunehmend salonfähig, sie sind in den USA sogar White-House-fähig geworden. Nicht alle rassistischen, ausländerfeindlichen oder rechtsextremen Äußerungen sind aber so offensichtlich. Aufklärung bietet das neue Projekt des AWO Landesverbands "Rüm hart – Klaar kiming"

greinert muhlack 1

Melanie Greinert (31) und Niklas Muhlack (26) schulen Ehrenamtliche und AWO-Mitarbeiter*innen darin, menschenfeindliche Äußerungen zu erkennen und mit diesen umzugehen. Foto AWO

Multiplikator*innen ausbilden

"Was sagt eine Erzieherin in der Kita, wenn Eltern populistische Sprüche von sich geben? Wir bilden Multiplikator*innen aus, die mit Fakten, innerer Haltung und der nötigen Portion Geduld diesem Gedankengut entgegentreten", sagt Niklas Muhlack (26), der mit Melanie Greinert (31) das für zwei Jahre angelegte Projekt leitet. "Aufgrund der Geschichte und des Selbstverständnisses der Arbeiterwohlfahrt müssen unsere Werte, Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit, immer wieder aufs Neue mit Leben füllen, verteidigen und erstreiten", ergänzt Melanie Greinert.

Das Programm "Zusammenhalt durch Teilhabe", zu dem das neue Projekt gehört, fördert seit 2010 bundesweit eine selbstbewusste, lebendige und demokratische Kultur des Zusammenlebens und unterstützt gezielt Projekte für demokratische Teilhabe. Der Grundgedanke ist, die Bürger*innen in ihrer Demokratiefähigkeit zu stärken. Neben dem Projekt der AWO Schleswig-Holstein werden rund 60 weitere Projekte im Zeitraum von 2017 bis 2019 gefördert.

www.facebook.com/awo.lv.sh

zurück