Friedliche Revolution in der Altenpflege

Servicehäuser der AWO Schleswig-Holstein feiern 40. Geburtstag

Kiel. In Mettenhof hat alles begonnen. Im Servicehaus an der Vasaastraße wurde 1977 die Idee des selbstbestimmten Alterns in Würde mit dem einmaligen Versprechen der AWO  "Wohnen bis zum Lebensende" entwickelt. "Das war ein revolutionärer Schritt damals", sagt AWO-Geschäftsführer Michael Selck. "In einer Zeit, in der alte Menschen noch, Hauptsache satt und sauber, in Drei-Bett-Zimmern mit WC am Gang in Heimen untergebracht waren, rief die Garantie, dass auch im Falle schwerster Pflegebedürftigkeit die Pflege zu unseren Kund*innen in die eigenen vier Wänden kommt, naturgemäß erst einmal Gegner und Zweifler auf den Plan." Heute ist dieses Versprechen in den 16 Servicehäusern der AWO Schleswig-Holstein eine Selbstverständlichkeit – dafür sorgen 680 Mitarbeiter*innen jeden Tag. Das Jubiläum wird im Servicehaus Mettenhof in Anwesenheit des Kieler Oberbürgermeisters Ulf Kämpfer gefeiert.

Wahlcountdown zur Bundestagswahl II

AWO Pflege formuliert Forderungen an die Politik

Berlin/Kiel. Den Deutschen geht es so gut wie noch nie. Die Konjunktur in der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt brummt. Private Haushalte gaben 2016 zwei Prozent mehr aus, freut sich der Bundesverband der Industrie. Die Abstiegsangst der Deutschen befindet sich laut einer Studie des soziologischen Instituts der Uni Leipzig auf historischem Tiefstand. „Doch das Geheimnis des Wohlstands ist die Solidarität“, erinnert AWO-Geschäftsführer Michael Selck zwei Wochen vor der Bundestagswahl. Die AWO Schleswig-Holstein fordert von den zur Bundestagswahl antretenden Parteien ein klares Bekenntnis zum Sozialstaat und ein neues, mutiges Konzept zur Armutsbekämpfung.