Über 1000 Kindertagesplätze in Gefahr

Stadt Pinneberg verwehrt den Trägern seit Jahren eine kostendeckende Finanzierung

Pinneberg. Die AWO sowie die drei anderen Träger sind ratlos, die Stadt schweigt. „Wir haben im Dezember das letzte Mal mit den Vertreter*innen der Stadt zusammengesessen“, sagt Gesa Kitschke, Leiterin des Unternehmensbereiches Kindertagesbetreuung bei der AWO Schleswig-Holstein. „Wir haben Briefe geschrieben und Fristen gesetzt, die Stadt Pinneberg reagiert nicht, aber die Kosten laufen weiter, obwohl es bei uns allen schon lange kein Geld mehr gibt.“ Wenn die Stadt Pinneberg ihrem kommunalen Versorgungsauftrag nicht bald gerecht werde und die Finanzierung der Kindertagesstätten auskömmlich gestalte, würden Ende des Jahres die ersten Kita- und Krippenplätze in Pinneberg wegfallen. Betroffen sind 1000 der 1800 Plätze in Einrichtungen des evangelisch-lutherischen Kita-Werkes, der AWO Schleswig-Holstein gGmbH, der Kita Waldstrasse sowie die katholische Kindertagesstätte St. Michael.

Freiwillige vor: Ohne Ehrenamt geht es nicht

AWO Schleswig-Holstein erstmals mit Aktionszelt auf der Kieler Woche

Kiel. Der Norden ist nicht nur glücklicher als der Rest der Republik. Er teilt sein Glück auch besonders gerne mit denen, die es im Leben nicht so gut getroffen haben. Eine Million Menschen in Schleswig-Holstein engagieren sich ehrenamtlich. Das sind vier Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. „Ohne Menschen, die sich freiwillig für andere einsetzen, gäbe es die AWO nicht“, sagt Landesvorsitzender Wolfgang Baasch. Die AWO Schleswig-Holstein ist 2017 erstmals mit einem Aktionszelt im Schlossgarten auf der Kieler Woche vertreten, um ihre Arbeit vorzustellen und für das Ehrenamt zu werben.

Landeshauptstadt Kiel Bodo Quante

Foto Landeshauptstadt Kiel, Bodo Quante