AWO Schleswig-Holstein bedauert Ablehnung humanitärer Visa durch EuGH

 

Berlin. Die Mitgliedstaaten der EU müssen in ihren Auslandsbotschaften keine Visa für Flüchtlinge ausstellen, damit diese in Europa Asyl beantragen können. Das hat der Europäische Gerichtshof heute in Luxemburg entschieden. „Humanitäre Visa hätten das große Sterben im Mittelmeer beenden können“, so AWO-Geschäftsführer Michael Selck. „Sie wären die wohl erfolgversprechendste Möglichkeit gewesen, den skrupellosen Schleuser- und Schlepperbanden das Handwerk zu legen.“ Die AWO bedauert, dass Flüchtlinge kein Anrecht auf ein „humanitäres Visum" bekommen haben, um in Europa Asyl zu beantragen. Damit sind sie nach wie vor von gefährlichen Fluchtrouten und anschließend von dem Willen der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten abhängig.

Kita-Leitung ist kein Nebenjob

AWO Schleswig-Holstein fordert mehr Zeit für Kita-Führungskräfte

Kiel. Zeit sichert Qualität. Doch diese fehlt deutschlandweit in Kindertagesstätten. Eine heute von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Studie präsentiert alarmierende Zahlen: Exakt 10,8 Prozent aller Kita-Leitungen in ganz Deutschland haben gar keine Leitungsstunden für ihre Führungsaufgaben, in Schleswig-Holstein sind 12,3 Prozent betroffen. Weniger als 20 Stunden pro Woche für Leitungsaufgaben haben bundesweit 49,6 Prozent der Kita-Führungskräfte, hierzulande gilt das für 38,9 Prozent. „Die heute veröffentlichten Zahlen sind erschreckend“, sagt AWO-Geschäftsführer Michael Selck, „eine Kita kann man nicht so nebenbei leiten, dafür sind die Aufgaben zu vielfältig.“

 

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